Ana Saraiva


Photo: Christoph Schaller


Woher kommst du? Aus Belém, das liegt im nördlichen Amazonas Gebiet in Brasilien.


Was machst du? Ich bin gelernte Bildhauerin.


Warum bist du nach München gezogen? Diese Entscheidung wurde mir als Kind durch meine Eltern abgenommen. Allerdings bin ich mit 17 nach Berlin gezogen, um dann nach acht Monaten zu merken, dass es mich wieder zurück nach München zieht. Wahrscheinlich, weil ich noch nicht bereit für die Härte und Lautstärke einer wirklichen Großstadt war.


Was macht München anders als andere deutsche Städte? "München ist das größte Dorf der Welt" ist eine plumpe, aber dennoch sehr treffende Aussage. Jede Verbindung zwischen Start und Ziel ist in der Regel zwischen fünf und 20 Minuten erreichbar. Ganz gleich, ob man mit den Öffentlichen oder dem Rad unterwegs ist. Die Nähe zu den Bergen, das viele Grün in der Stadt und - nicht zu vergessen - die Isar geben die nötige Luft zum Atmen.


Wie würdest du die Kreativszene beschreiben? Überschaubar. Durch hohe Mieten und den Platzmangel wird es einem allerdings schwer gemacht, sich auszubreiten oder kreativ zu entfalten. Allerdings habe ich bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass sich durch genau diese Fassbarkeit die Möglichkeit bietet, sich untereinander zu verbinden und gegenseitig zu unterstützen.


Dein absoluter Lieblingsort in München? Neben meiner Werkstatt im Container Collective genieße ich es am meisten, im Sommer bei Nacht mit meinem Fahrrad über die Theresienwiese der Bavaria entgegen zu radeln.


Was vermisst du an der Stadt? Bezahlbaren Raum zum leben und zur kreativen Entfaltung.


Welchen Kreativen aus München sollten wir uns unbedingt merken? Die Fotografin Milena Wohjan und den Maler Andrej Auch.

@anasaraiva

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