Alina Maria Birkner

Woher kommst du Ich bin in München geboren.


Was machst du? Ich male.

Photo: RUE NOUVELLE


Warum bist du in München geblieben? Gar nicht so einfach zu beantworten. Ich vermute, es hat damit zu tun, dass meine Familie und meine Freunde hier sind. Wenn man ein wenig menschenscheu ist wie ich, dann ist München ein guter Kompromiss zwischen Metropole und Kleinstadt.


Was macht München anders als andere deutsche Städte? Es ist sehr sauber und ordentlich, man kommt recht schnell mit dem Fahrrad von A nach B. Hervorzuheben ist die Lage und Natur in und um München — Isar, Englischer Garten, die Alpen und Seen. Da kann kaum eine deutsche Stadt mithalten.


Wie würdest du die Kreativszene beschreiben? Sie ist zwar vorhanden, wird aber an der Entfaltung gehindert. Die Mieten sind zu hoch und steigen stetig, auch die Auflagen sind streng und kompliziert. Viele Kreative gehen weg aus München, deswegen ist es eher eine kleine Szene. Auch wenn man bei Eröffnungen, Vorstellungen oder Partys meistens die gleichen Leute trifft, gibt es auch spannende Zwischennutzungen, an denen Unerwartetes passiert wie das easy!upstream, das momentan eine Villa mit zeitgenössischer Kunst bespielt. Sehr schön ist auch der Wannda Circus — dort trifft man auf Menschen, die man in München sonst lange suchen muss.


Dein absoluter Lieblingsort in München? Mein Atelier, die Bibliothek in der Akademie der bildenden Künste und der Walchensee, der ist allerdings etwa eineinhalb Stunden von München entfernt. Ein klarer, tiefer, türkisblauer Bergsee. Hier hat auch der echte Heisenberg gelebt.


Was vermisst du an der Stadt? Subkultur und bezahlbarer Raum zum Wohnen und Arbeiten. Und vielleicht ein wenig Mut, eigene und authentische Wege zu gehen.


Welchen Kreativen aus München sollten wir uns unbedingt merken? Merkt euch die beiden Fotografen Korbinian Vogt und Saskia Groneberg sowie Neringa Vasiliauskaite und Irina Ojovan, die momentan beide an der Akademie studieren.

@alinamariabirkner

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